Vom Plan zum Padel-Court – Südkreis begleitet den Weg.

In Wohltorf entsteht etwas Neues: Der TTK Sachsenwald plant eine Kaltlufthalle mit zwei Padel-Courts. Doch was steckt eigentlich hinter der Sportart, die derzeit einen regelrechten Boom erlebt?

Wer Padel zum ersten Mal sieht, erkennt schnell Ähnlichkeiten mit Tennis – und doch ist vieles anders. Gespielt wird meist im Doppel auf einem kleineren Spielfeld, das von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Und diese Wände gehören zum Spiel dazu. Der Ball darf nach dem Aufspringen an die Glaswand gespielt und anschließend weitergespielt werden. Das sorgt für schnelle, überraschende Ballwechsel und macht Padel gleichzeitig sportlich und unterhaltsam.

Auch der Schläger unterscheidet sich vom Tennisschläger: Er ist kürzer, kompakt und hat keine Besaitung. Der Aufschlag erfolgt von unten. Besonders interessant ist, dass der Einstieg vergleichsweise einfach ist. Man muss kein geübter Tennisspieler sein, um schnell erste Ballwechsel zustande zu bekommen. Gleichzeitig bietet Padel mit zunehmender Erfahrung viele taktische Möglichkeiten.

Was ist eigentlich Padel

Ein Erklär-Video von Padelta

Vielleicht ist genau das ein Grund für die wachsende Begeisterung: Padel verbindet Bewegung, Spiel und Geselligkeit und eignet sich für ganz unterschiedliche Altersgruppen.

Und jetzt kommt Padel nach Wohltorf

Der TTK Sachsenwald möchte diesen Trend aufgreifen und sein Sportangebot um zwei Padel-Courts erweitern. Dafür soll eine Kaltlufthalle entstehen, die unabhängig von der Witterung genutzt werden kann. Die Planungen zeigen eine lichtdurchlässige Halle mit zwei Courts, die an die bestehende Sportinfrastruktur des TTK anschließt.

                                                      Architekten Entwurf Lageplan                          Hier soll die Anlage stehen                                  So soll die Kaltlufthalle mal aussehen

Für den traditionsreichen Verein ist das Projekt allerdings mehr als eine neue Sportfläche. Der TTK mit seinen rund 1.500 Mitgliedern möchte damit sein Angebot weiterentwickeln, neue Zielgruppen erreichen und insbesondere Familien und unterschiedliche Generationen ansprechen. Auch Kooperationen mit anderen Vereinen und der Grundschule sind vorgesehen.

Damit bekommt das Projekt auch eine regionale Bedeutung. Die geplante Padelanlage wurde im Rahmen der AktivRegion Sachsenwald-Elbe als förderwürdiges Vorhaben ausgewählt. Für die AktivRegion ist interessant, dass hier nicht nur eine neue Sportart angeboten wird, sondern Gemeinschaft, Kooperation, Familienfreundlichkeit und die Zukunftsfähigkeit eines regional verankerten Vereins miteinander verbunden werden.

Padel in Aktion

Sport Erklärt: Kleiner Schläger, großes Padel-Tennis | SWR Sport

Die Investition ist entsprechend groß: Der TTK kalkuliert für das Gesamtprojekt mit rund 630.000 Euro. Neben öffentlichen Fördermitteln bringt sich auch der Verein selbst erheblich ein. Bereits 78.000 Euro an Mitgliederspenden waren zum Zeitpunkt der Projektvorstellung eingeworben.

Auf Südkreis Herzogtum Lauenburg möchte ich die Entwicklung dieses Projektes begleiten – von der Planung bis zu dem Moment, an dem auf den neuen Courts die ersten Padel-Bälle fliegen.

Denn vielleicht wird sich schon bald auch im Südkreis eine Frage stellen, die andernorts längst beantwortet ist:

„Lust auf eine Runde Padel“

Link zum PDF vom TTK  Plan Padel-Anlage             Pitch TTK Padel LEADER 161125.pptx

Link zum TTK                                                             TTK Tontaubenklub Sachsenwald e.V.

              kameramann-videofilmer-geesthacht.tv

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