PRESSEMITTEILUNG

Die Zukunft der Dörfer wird jetzt entschieden – Warum die geplante EU-Reform Schleswig-Holsteins ländliche Räume unmittelbar betrifft

Ob Dorfgemeinschaftshaus, MarktTreff, Wegebau, Dörpsmobil oder Jugendprojekt – viele Angebote, die das Leben in Schleswig-Holsteins Dörfern lebenswerter machen, werden heute mit europäischen Fördermitteln unterstützt.

Doch genau diese Förderung könnte ab 2028 massiv geschwächt werden.

Davor warnen jetzt gemeinsam die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holstein (ALR), der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag (SHGT) und die AktivRegionen Schleswig-Holsteins.

Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen über den zukünftigen EU-Haushalt.

Nach den derzeitigen Plänen der Europäischen Kommission könnten wichtige Förderprogramme für den ländlichen Raum künftig auf Bundesebene zentralisiert und finanziell geschwächt werden. Nach Einschätzung der drei Organisationen würde dies insbesondere Schleswig-Holstein treffen, da rund 80 Prozent der Menschen im ländlichen Raum leben und zahlreiche kommunale Projekte ohne europäische Unterstützung kaum noch finanzierbar wären.

„Es geht nicht um Brüssel – sondern um unsere Dörfer.“

„Viele Menschen denken bei EU-Förderung vor allem an große Infrastrukturprojekte. Tatsächlich profitieren aber auch viele kleine und “alltägliche” Projekte vor Ort davon“, erklären ALR, SHGT und AktivRegionen.

So werden in Schleswig-Holstein mit Hilfe von EU-Fördermitteln – den sog. ELERMitteln – Dorfgemeinschaftshäuser, MarktTreffs, Mobilitätsangebote wie Dörpsmobil, Begegnungsorte, Klimaschutzprojekte, Jugendprojekte u.a. gefördert.

Allein über die 22 AktivRegionen wurden in Schleswig-Holstein in den Jahren 2014 –

                 

Zukunft der Ländlichen Entwicklungen in Schlesweg-Holstein sichern

 

2022 mit den für den LEADER-Ansatz bereitgestellten EU-Mitteln rund 1.300 Projekte umgesetzt und Investitionen von über 215 Millionen Euro ausgelöst. In der aktuellen Förderperiode sind es nochmal so viele.

Was jetzt droht

Nach den bisherigen Vorschlägen der EU-Kommission könnten kein eigenes Budget mehr für die ländliche Entwicklung vorgesehen werden,

Fördermittel künftig zentral vom Bund gesteuert werden, die EU-Förderquote deutlich sinken und

erfolgreiche Programme wie LEADER, bei dem die Menschen vor Ort entscheiden, wofür das Geld eingesetzt wird, erheblich geschwächt werden.

Für viele Gemeinden würde dies bedeuten:

Gute Ideen wären vorhanden – das Geld für ihre Umsetzung jedoch nicht mehr.

Gemeinsamer Appell an die Politik:

Die drei Organisationen fordern deshalb die Landesregierung sowie die schleswigholsteinischen Abgeordneten im Europäischen Parlament, im Bundestag und im Landtag auf, sich in den laufenden Verhandlungen für eine starke ländliche Entwicklung einzusetzen.

Dazu gehören insbesondere:

ein eigenständiges EU-Budget für die ländliche Entwicklung, ausreichend Fördermittel für Schleswig-Holstein,

Fortführung des LEADER-Ansatzes und Sicherung der zentralen Rolle der

AktivRegionen im Kontext der ländlichen Entwicklung die Beibehaltung der bisherigen Förderquoten sowie möglichst einfache und unbürokratische Förderverfahren.

Die Zukunft entscheidet sich jetzt!

Die kommenden Monate entscheiden darüber, ob Schleswig-Holsteins Gemeinden auch künftig ihre Zukunft aktiv gestalten können. Deshalb brauchen die ländlichen Räume jetzt eine starke Stimme. Denn: “Ein starkes Europa geht nur mit starken ländlichen Räumen” – mit einer Social-Media-Video-Kampagne machen unterschiedlichste Akteure niedrigschwellig auf die Thematik aufmerksam (alle bisherigen Beiträge sind einsehbar unter: www.alr-sh.de).

Europa vor Ort

Ihr Regionalmanagement-Team

Hannah Lüth & Finn Jacob

LAG AktivRegion Sachsenwald-Elbe e.V.

 

c/o inspektour GmbH

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