Preesemitteilung

Von Agri-PV bis zur klimafitten Schule – alles nützt dem Klimaschutz

Klimaschutz gehört zu den drängendsten Aufgaben unserer Zeit.

Steigende Treibhausgasemissionen und die Folgen des Klimawandels machen deutlich, dass entschlossenes Handeln erforderlich ist – auch im Amtsgebiet Schwarzenbek-Land.

Hinzu kommen geopolitische Entwicklungen und hohe Energiepreise, die den Umstieg auf erneuerbare Energien und eine nachhaltige Entwicklung zusätzlich beschleunigen.

                                                                              Gebietskarte KI-genriert

19 Gemeinden bereits auf einem klimafreundlichen Weg

Das Amt Schwarzenbek-Land und seine 19 Gemeinden haben sich bereits vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit zu stärken. So wurde beispielsweise die Straßenbeleuchtung in weiten Teilen des Amtsgebietes modernisiert, auf dem Amtsgebäude wurde eine Photovoltaikanlage installiert und für Dienstfahrten der inzwischen 55 Mitarbeitenden steht heute ein E-Auto mit eigener Wallbox zur Verfügung.

Auch in den Gemeinden wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die zur Senkung der CO₂-Emissionen beitragen. Beispiele sind der genossenschaftlich organisierte TanteEnso-Markt in Gülzow, die Photovoltaikanlage am Klärwerk in Havekost oder der elektrische Kleinbus in Grabau, der zugleich als Fahrservice für die Gemeinde genutzt wird.

 

Neue Klimaschutzmanagerin koordiniert den Prozess

Das Amt Schwarzenbek-Land hat seit März 2026 eine neue Klimaschutzmanagerin.

Mit Andrea Piddiu übernimmt eine erfahrene Projektmanagerin die Aufgabe, Akteur:innen zu vernetzen und die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes voranzutreiben.
Parallel baut sie ein Netzwerk auf, kümmert sich um Kommunikation und koordiniert die Umsetzung der Klimaschutzaktivitäten.

Das Klimaschutzmanagement sowie das Klimaschutzkonzept werden von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und sollen die Grundlagen für die zukünftige Klimaschutzarbeit im Amtsgebiet schaffen.

 

Klimaschutzmanagerin Andrea Piddiu (Foto):

„Die Daueraufgabe Klimaschutz ist eine immense Aufgaben, die wir nur gemeinsam stemmen können. Entsprechend braucht es Freiräume für diese Aufgabe und auch neue Herangehensweisen. Mir ist deshalb die stärkere Zusammenarbeit untereinander sehr wichtig. Wir werden einander helfen und uns motivieren, am Ball zu bleiben und Lösungen zu suchen.“

                                                                                            Andréa Piddiu                                                      Gülzow                                                            Ortsamtleiter Wolgang Schmahl

 

Klimaschutzkonzept bis März 2027

Kernaufgabe des Klimaschutzmanagements ist zunächst die Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes für das Amt und seine 19 Gemeinden bis März 2027. Es bildet den strategischen Rahmen für die langfristige Minderung von Treibhausgasemissionen. Ziel ist es dabei, neue Potenziale zu erschließen und bestehende Ideen und Aktivitäten weiterzuentwickeln. Damit leistet das Amt Schwarzenbek-Land seinen Beitrag zum Ziel der Landesregierung Schleswig-Holstein, bis 2040 treibhausgasneutral zu werden.

Gemeinsam wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser wird den Gemeinden konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Im Anschluss beginnt die schrittweise Umsetzung mit Unterstützung des Klimaschutzmanagement. Dabei kann jede Gemeinde ihren eigenen Weg gehen, selbst Vorreiter bei Maßnahmen sein und für die anderen Gemeinden Blaupausen schaffen.

Im April 2026 wurden die Bürgermeister:innen in den Konzeptionsprozess eingebunden. Der Maßnahmenkatalog soll bereits im November 2026 verabschiedet werden. Die Ideen reichen von energetischen Sanierungsfahrplänen für Gebäude über Energieeinsparungen und den Ausbau der Photovoltaik bis hin zu Bürgerdialogen und Informationsangeboten.

 

Aktuelle Projekte zeigen die Richtung

Viele Akteure im Amtsgebiet engagieren sich bereits heute aktiv für den Klimaschutz, ob im Rahmen des Konzeptes oder darüber hinaus.

So wurden kürzlich die vertraglichen Grundlagen für eine Agri-Photovoltaikanlage in Fuhlenhagen geschaffen. Die Anlage soll künftig rund 40 Megawatt Strom erzeugen und die landwirtschaftliche Nutzung wird über einen Demeter-Hof erfolgen.

Im Kontext des Klimaschutzkonzeptes wird sich die Evangelische Schule in Gülzow engagieren. Sie wird die Maßnahme „Klimafitness in Bildungseinrichtungen“ mitentwickeln und erproben. Neben der Stärkung der Nachhaltigen Entwicklung stehen dabei auch Energieeffizienz und Klimaanpassung im Fokus.

 

 

Amtsvorsteher Wolfgang Schmahl (Foto):

„Diese Projekte stehen beispielhaft für viele weitere Initiativen im Amtsgebiet. Wir müssen Klimaschutz als eine Reise begreifen, die niemals endet. Der Klimaschutz Gedanke muss unbedingt und überall Einzug halten, damit unsere Lebensgrundlagen auch für zukünftige Generationen gesichert sind und Klimawandelfolgen abgemildert werden können. Wir können nicht weitermachen wie bisher.“

 

Klimaschutz-Treffs laden zum Mitmachen ein

Alle Interessierten im Amtsgebiet sind eingeladen, sich bei den geplanten Klimaschutz-Treffs über das Klimaschutzkonzept zu informieren, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern.

Neben Informationen zum Klimaschutzkonzept erwartet die Teilnehmenden ein Fachvortrag der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zum Thema „Wie in Zukunft heizen?“. Anschließend besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch.

Die Veranstaltungen finden am 20. August in Grabau, am 10. September in Gülzow und am 22. September 2026 in Kuddewörde statt.

 

Vertiefende Informationen zu den Projekten

 

                                                            Dorfgemeinschaftsbus in Grabau                      Photovoltaik Klein Pampau                                 24/t Tante-Enso

 Nahversorgung in Gülzow – Genossenschaftlicher TanteEnso-Markt

In Gülzow können Bürger:innen seit 2022 rund um die Uhr im genossenschaftlich organisierten TanteEnso-Markt Dinge des täglichen Lebens einkaufen: Mit einer persönlichen Zugangskarte und Self-Checkout-Kasse bietet der erste von zwei Märkten im Kreis Herzogtum Lauenburg ein gutes Sortiment und viel Flexibilität. (Foto)

Kläranlagen-Photovoltaik in Havekost

Um den Energiebedarf der örtlichen Kläranlage in Havekost nachhaltiger zu decken, wurde dort 2024 eine Photovoltaikanlage errichtet. Seitdem können 30 Prozent des benötigten Stroms direkt vor Ort erzeugt werden. Es werden jährlich ca. fünf Tonnen CO2 eingespart.
Viele Gemeinden möchten zukünftig ihre Kläranlagen wirtschaftlicher betreiben.

E-Bus in Grabau für Fahrservice

Der von der AktivRegion Sachsenwald-Elbe geförderte E-Bus wird von der Gemeinde und der Feuerwehr seit 2023 gemeinsam genutzt. Über eine WhatsApp-Gruppe organisieren sie unter anderem einen Fahrdienst mit Ehrenamtlichen für die Grabauer: innen. Ihren Bus laden sie direkt am Gemeindezentrum mit dem auf dem Dach selbst erzeugten Solarstrom auf. (Foto)

 

Agri-Photovoltaik in Fuhlenhagen

In Fuhlenhagen entsteht eine zukunftsweisende Agri-Photovoltaik-Anlage, die künftig rund 40 Megawatt Strom pro Jahr erzeugen soll. Beteiligt sind der Energieversorger Vattenfall, der Solarprojektierer re.venture Berlin, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, der nachhaltig wirtschaftende Buschberghof sowie die Flächeneigentümer:innen. Der Baustart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Klimafitness an der Evangelischen Schule in Gülzow
Die Evangelische Grundschule Gülzow möchte sich in den kommenden Jahren noch klimafreundlicher und klimaresilienter aufstellen. Neben Maßnahmen zur Energieeffizienz und Klimaanpassung soll auch die Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter gestärkt werden. Ziel ist es, Kindern Wissen über Umwelt- und Klimathemen zu vermitteln und sie zu befähigen, ihre Zukunft nachhaltig mitzugestalten.

 

Über das Amt Schwarzenbek-Land

Das Amt Schwarzenbek-Land mit Sitz in Schwarzenbek entstand 1962 aus dem Zusammenschluss der Ämter Schwarzenbek und Basthorst.

Es ist die Verwaltungseinheit für 19 amtsangehörige Gemeinden mit insgesamt rund 10.000 Einwohner:innen: Basthorst, Brunstorf, Dahmker, Elmenhorst, Fuhlenhagen, Grabau, Groß Pampau, Grove, Gülzow, Hamfelde, Havekost, Kankelau, Kasseburg, Kollow, Köthel, Kuddewörde, Möhnsen, Mühlenrade und Sahms. Zu den größten Gemeinden gehören Kuddewörde, Gülzow, Brunstorf und Elmenhorst.

Text:   Amt Schwarzenbek Land

Klimaschutzmanagerin
Fachbereich Bauen und Umwelt

Amt Schwarzenbek-Land
Gülzower Straße 1
21493 Schwarzenbek

Fotos Geesthacht.tv

             

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